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Vom Beet ins Gedächtnis: Strauch-Memory fördert Pflanzenkenntnisse

Zum Ende des letzten Schuljahres verwandelten die Schülerinnen und Schüler der Klasse G23/1 eine zuvor wenig einladende Fläche vor dem Eingang E in ein ansehnliches, lehrreiches und ökologisch wertvolles Areal. Unter dem Titel „Strauch-Memory“ stand dabei nicht nur die fachgerechte Ausführung gärtnerischer Arbeiten im Fokus, sondern auch die langfristige Förderung der Pflanzenkenntnisse künftiger Landschaftsgärtnerinnen und -gärtner.

Pflanzfläche mit Lerneffekt

Insgesamt 14 Straucharten wurden im Rahmen des Projekts von der ursprünglichen Fläche in ein separates Beet umgepflanzt. Jeder Strauch erhielt eine informative Beschilderung mit botanischen Details, wie sie in der Ausbildung zur/m Landschaftsgärtner/in relevant sind. Auf der großen Pflanzfläche wurden alle Sträucher mit Nummern versehen. Ziel ist es, dass diese Pflanzfläche künftig als praktischer „Suchparcours“ dient: Von jeder Pflanze im Beet gibt es mindestens eine weitere in der großen Pflanzfläche. Die Auszubildenden können hier in Zukunft ihre Fähigkeiten in der Pflanzenbestimmung trainieren – ganz nach dem Prinzip eines Memory-Spiels, nur eben mit lebenden Pflanzen.

Zwei Gruppen – ein gemeinsames Ziel

Die Klasse wurde in zwei Gruppen aufgeteilt, die unterschiedliche, aber sich ergänzende Aufgaben übernahmen:

  • Gruppe 1 plante und legte das Strauch-Memory an und erstellte Schilder mit Pflanzensteckbriefen.
  • Gruppe 2 übernahm die Umpflanzung ausgewählter Sträucher, welche im Zuge der geplanten Umgestaltung der Außenanlagen entfernt werden sollen. Diese Sträucher wurden vor dem Trafo-Häuschen am Parkplatz wieder eingepflanzt. Zudem erhielten die Sträucher eine Unterpflanzung mit Stauden. Alle Pflanzen wurden mit informativen Pflanzensteckbriefen versehen. 

Nachhaltig gedacht – nachhaltig gemacht

Beide Flächen wurden abschließend mit Hackschnitzeln und Rindenmulch abgedeckt. Diese Maßnahme verbessert nicht nur die Optik, sondern hilft auch, den Wasserhaushalt im Boden zu regulieren, die Bodengesundheit zu fördern und ungewolltem Unkrautbewuchs entgegenzuwirken. Es wurde keine Pflanzware neu gekauft, sondern ausschließlich vorhandene Pflanzen vom Schulgelände verwendet. 

Ein Projekt, das bleibt

Insgesamt standen den Schüler*innen 32 Unterrichtsstunden in 2 Schulwochen zur Verfügung, die intensiv für Planung, Ausführung und Dokumentation genutzt wurden. Mit viel Engagement und Teamarbeit entstanden so nicht nur attraktive Grünflächen, sondern auch ein lehrreiches Handlungsprodukt, mit dem auch andere angehende Gärtner*innen ihre Pflanzenkenntnisse trainieren können.

Künftig soll die provisorische Beschilderung noch gegen robustere Schilder ausgetauscht werden.

Die Berufsschule bedankt sich bei der Klasse G23/1 für ihren Einsatz und gratuliert zu einem gelungenen Projekt.

P. Graff (Klassenlehrerin G23/1)