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Auszeichnung der Jahrgangsbesten in der Ausbildung zur Biologisch-technischen Assistentin (BTA)

Linde Webb (in der Mitte), die beste BTA-Absolventin ihres Jahrgangs, wird von den BS 06 Lehrkräften G. Rohaly und B. Schrader mit dem GDCh-Absolventenpreis ausgezeichnet.

Herzlichen Glückwunsch Linde!

Die BS 06 gratuliert Linde Webb zu ihrem großartigen Erfolg in ihrer Ausbildung zur Biologisch-technischen Assistentin! Im Rahmen der Abschlussfeier wurde Linde als Jahrgangsbeste mit dem Absolventenpreis der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) ausgezeichnet.

Doch Lindes Erfolg beschränkt sich nicht nur auf schulische Leistungen. Während ihrer gesamten Ausbildung zeigte sie sich stets engagiert und hilfsbereit. Linde half ihren Mitschülern, indem sie die Unterrichtsinhalte nach dem Unterricht und im Nachhilfeunterricht noch einmal erklärte. Ihre Mitschüler schätzten ihre Unterstützung und ihr Engagement, das über das Übliche hinausging. Ihre Bereitschaft, anderen zu helfen, trug zum Lernerfolg der gesamten Klasse bei.

Mit dem GDCh-Absolventenpreis wird Linde Webbs außergewöhnliches Engagement und ihre herausragenden Leistungen gewürdigt. Wir sind sicher, dass sie auch in ihrer zukünftigen Karriere weiterhin große Erfolge feiern wird und ein Vorbild für viele sein wird.

Für ihren weiteren beruflichen Weg wünschen wir Linde viel Erfolg und alles Gute!

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Interview mit Linde Webb

Hallo, ich bin Linde und habe in diesem Jahr meine BTA-Ausbildung an der BS 06 abgeschlossen.

Vor zwei Jahren habe ich die Ausbildung mit dem vagen Ziel begonnen, mich grob im naturwissenschaftlichen Arbeitsfeld zu orientieren und mir darüber die Wahl eines Arbeitsbereiches zu erleichtern. Nach dem Abitur wusste ich nämlich lediglich, dass es in Richtung Biologie gehen soll und dass ich nicht studieren will - allein der Gedanke an ein Studium überforderte mich. Wenn ich nun zurückblicke, bin ich sehr froh, mich für diese Ausbildung entschieden zu haben.

Zunächst einmal habe ich mich an der Schule einfach wohlgefühlt. Ich habe mich gesehen, integriert und gefördert gefühlt und kann über das gegenseitig unterstützende Miteinander unter den Schülern und Lehrern immer noch nur staunen - eine solche Gemeinschaft habe ich in meiner gesamten Schulzeit nicht erlebt.

In der fachlichen Orientierung wurde ich ebenfalls nicht enttäuscht. Die Ausbildung bietet die Möglichkeit, aus einer Vielzahl von Betrieben und Instituten drei auszuwählen, an denen man jeweils vier Monate im Rahmen eines Praktikums arbeiten möchte. Ich habe mich dabei für drei verschiedene Fachbereiche in der Forschung entschieden, weil ich mir Forschung generell spannend vorgestellt habe. Im Laufe der Praktika lernte ich, dass forschende Arbeit ein hohes Maß an Flexibilität und Frustrationstoleranz erfordert, da Dinge selten gleich so funktionieren, wie man sich das vorgestellt hat. Ich erkannte jedoch, dass genau dies die Forschung für mich abwechslungsreich und interessant macht und fasste deshalb den Entschluss, auch weiterhin an einem Forschungsinstitut arbeiten zu wollen.

Die Praktika waren für mich aber mehr als nur eine Möglichkeit der fachlichen Orientierung. In ihrem Rahmen konnte ich mich auch persönlich enorm weiterentwickeln. Ich habe durch das Vertrauen meines Umfelds in mich und meine Fähigkeiten viel Selbstvertrauen hinzugewonnen, konnte Unsicherheiten überwinden und bin insgesamt mutiger, offener und selbstständiger geworden.

Der Gedanke an ein Studium ängstigt mich inzwischen auch nicht mehr. Ich habe das Gefühl, durch den Unterricht und die umfassende Praxiserfahrung in der Ausbildung eine solide Grundlage für ein naturwissenschaftliches Studium erhalten zu haben. Nun plane ich, mein Wissen im Rahmen einiger Arbeitsjahre in der Forschung noch etwas zu erweitern und auch Geld anzusparen, bevor ich ein Studium beginnen werde. Ich habe mich dabei für Forensik entschieden, einen Fachbereich, den ich leider nicht im Rahmen eines Praktikums kennenlernen konnte, den ich mir aber sehr spannend vorstelle.

Und selbst einen zuvor diffusen Wunsch für die fernere Zukunft hat die Ausbildung für mich in vorstellbare Nähe gerückt. In der Ausbildung durfte ich meine Mitschüler im Rahmen eines Förderunterrichts unterstützen, was mir so viel Spaß gemacht hat, dass ich nun tatsächlich erwäge, später einmal den Quereinstieg ins Lehramt zu wagen.

Vor zwei Jahren habe ich unsicher und mit keinem konkreten Ziel die Ausbildung begonnen. Nun verlasse ich sie zuversichtlich und motiviert mit einer großen Portion mehr Selbstvertrauen und gleich mehreren Zielvorstellungen. Besser hätte es für mich kaum kommen können.

Bettina Schrader